FAQ…in der Form eines Interviews mit der Franchisegeberin Krisztina Szür

                                                                                                         

Frage: Stylist werden, das wollen heutzutage viele! Man stellt sich die schillernde Promiwelt vor und träumt davon, ein Teil von ihr zu sein. Aber ist es nicht schwierig, so einen kreativen Beruf im Rahmen eines Franchisenehmer-Kurses zu erlernen?

-         Doch, ist es! Aber ist es woanders leichter? In den klassischen Bildungsstätten werden junge Leute in drei bis vier, fünf Jahren in den verschiedensten Fächern unterrichtet, ohne Feedback, ohne persönliche Konsultation, ohne Vorbereitung auf das Berufsleben. Bildungsauftrag ausgeführt, Diplomübergabe, und tschüss. Klar, sie alle haben „Ich will das” gerufen. Aber leider haben viele Schüler unrealistische Erwartungen und einen verklärten Blick auf den Beruf des Stylisten. Kreieren, üben, experimentieren, sich für alles die nötige Zeit lassen, das ist an klassischen Bildungseinrichtungen  nicht drin. Es gibt zu große Klassen, vorgegebene Bedingungen und Erwartungen. Da ich selber an solchen Hochschulen und Universitäten unterrichte, überkam mich oft ein Gefühl der Ohnmacht und gleichzeitig des Tatendranges, denn ich sah, dass das Bildungssystem nur Einheitswissen an Einheitsmenschen vermittelt und dabei glaubt, kompetente Fachkräfte zu schulen. Aber wer ist schon ein Einheitsmensch?! Ich bin natürlich kein Guru und auch kein Besserwisser. Welcher Beruf gefragt ist und was „wichtig” in diesem Beruf ist, entscheidet der Markt, nicht ich.

 Da ich seit über 20 Jahren als Dozentin kreative Köpfe unterrichte, weiß ich aus hautnahem eigenen Erleben, worauf es bei einer Schulung ankommt. Wie und was ich unterrichte, resultiert aus meiner eigenen, langjährigen Erfahrung und den Feedbacks der Studenten. Kommt eine Schulung gut an, dann stimmt alles. Sehr früh habe ich nach vielem Experimentieren ein Workshop-System entwickelt, das intensiv und konzentriert ist, aber das Wesentliche, das Wichtigste beinhaltet. Nun spürte ich erneut, ich müsste etwas unternehmen, weil die Nachfrage nach dem Stylistenwissen da ist, aber entsprechende Schulungen nie das Wissen für den Einstieg in das Berufsleben vermitteln. Damit meine ich so wichtige Dinge wie das Führen eines Verkaufsgesprächs, das Erstellen eines Businessplans und dergleichen. Solche Kenntnisse werden in der Regel nicht vermittelt. Aber gerade heute wollen sich viele als Berater selbstständig machen. Und die Vorteile liegen auf der Hand: Man kann sofort starten, kann auch nebenberuflich ohne Umsatzdruck einsteigen, braucht nicht viel zu investieren und ist als Fachberater/in hoch angesehen.

Vergessen wir auch nicht, dass es kaum staatliche Stylisten-Lehrgänge gibt. Wer eine Hochschule oder Modeakademie für Modeschöpfer besucht, muss hinterher noch einen weiteren Kurs belegen, um überhaupt etwas über Modeberatung zu hören. Den Beruf eines Stylisten im System, sprich als Dientsleistung, lehren heute spezialisierte Unternehmen. Ich kenne einige in den USA und Großritannien, aber in Deutschland und Österreich gibt es vergleichbare Angebote nicht. Ich habe ihre Methoden analysiert und einbezogen. Des Weiteren gibt es natürlich Workshops zu den verschiedensten Themen und verschiedensten Formen, sei es bei Seminaranbietern oder an Akademien. Und davon, wer diese Workshoops anbietet, hängen dann die „Brauchbarkeit” und die Preise des Kurses ab. Oft erhofft man sich als Fashionista einen einfacheren Berufseinstieg in die Modewelt mithilfe eines Verlags, der einen Mode-Workshop veranstaltet. Oder man träumt von professionellen Übungsmöglichkeiten bei einem angesagten Mode-Imperium. Oder man wird, wenn man Glück hat, der Assistent eines angesagten Stylisten, hofft auf einen Job, bleibt aber schlimmstenfalls unterbezahlte Hilfskraft. Das ist alles nicht das Gelbe vom Ei. Mal ist das Wissen unvollständig, mal sind die Berufschancen gering. Kurzum, den Berufseinstieg alleine schaffen, loslegen, wann man mag – genau das will ich unseren Franchisern möglich machen.

Ich weiß heute aus meiner langjährigen Berufserfahrung, welche Fächer bzw. Themen zu den Grundlagen gehören, wenn man als Stylist arbeiten möchte. Es geht um Fachwissen in Mode, Management und Methodik gleichermaßen! Genau dazu habe ich mein Franchisesystem entwickelt, basierend auf dem Multistyle-System. Es geht hierbei um den Job des Personal Stylists. Die Ausbildung engt aber niemanden ein, der später in eine andere Richtung als Stylist gehen möchte.  

Frage: Was ist Multistyle? Ein Bildungssystem oder das Franchisesystem selbst?

Den Namen Multistyle verwende ich im Sinne des 3-Modul-Systems, bestehend aus der Schulung von 1. Fachwissen, 2. Unternehmenspraxis und 3. Beratungstechnik. Es existiert schon etwa 20 Jahre, wurde aber natürlich immer an die Ansprüche angepasst. Modul 1 und 3 entsprechen in etwa unseren Kreativ-Workshops, Modul 2 ist oft an Business-School-Lehrgängen gefragt. Das Franchisesystem basiert auf diesem Know-how und bietet erstmals die Möglichkeit, selbst freiberuflich als Personal Stylist durchzustarten. Sämtliche Teile des Systems wurden dem Beruf des Personal Stylists untergeordnet. Ob Farbenlehre oder Businessplan: Die Inhalte fokussieren sich immer auf diesen einen Beruf und verzichten auf allgemeines Blabla.

Als Franchisesystem haben wir diese fachbezogene Schulung genauestens im Inhalt und in der Dauer definiert. Das ist neu! Neu ist auch, dass wir ein Tutoring- und Betreuungsprinzip als Synthese unserer Schulungsformen geschaffen haben. So kann der Franchisenehmer einerseits als „Student” alle Vorteile genießen, und später als „Unternehmenspartner” von der Business-Unterstützung profitieren. Wir etablieren damit in Deutschland etwas Neues.

Frage: Trotzdem, es existieren  Hochschulen, Fernschulen, Unternehmen und Verbände, die den Nachwuchs schulen und für jedermann verfügbar sind. Wieso lieber Multistyle-Franchisenehmer werden?

-         Spontan liegt mir da auf der Zunge: Na, weil man sofort Geld verdienen will und nicht so viel Zeit investieren möchte. Aber um etwas ernsthafter zu antworten: Meine Erfahrung hat zweierlei gezeigt. Die meisten meiner Styling-Absolventen sind Spätzünder und Quereinsteiger. Sie wollen aus ihrem derzeitgen Beruf und Leben raus. Man würde es nicht für möglich halten, dass eine HR-Frau oder eine Anwältin wechseln möchten, aber ich habe solche Fälle erlebt. Wenn ich ausschließlich meine Weiterbildungskurse betrachte, dann gibt es unter den Studenten viele Fachleute, die bereits in einem kreativen oder beratenden Métier arbeiten, zum Beispiele Frisöre oder Fotografen. Hinzu kommen aber auch Personen unter 30, die eine Ausbildung hinter sich haben und in ihrem Beruf arbeiten, aber fühlen, dass sie noch etwas dazulernen müssen oder möchten, zum Beispiel Modeschöpfer oder Life Coaches. Zweitens: Man geht vielleicht nach dem Abitur auf eine Kunstakademie, aber nicht mehr mit 30 plus. Da ist man ungeduldig. Wenn man es bis dato nicht „geschafft” hat, wird man nervös. Dann soll es es schnell-schnell gehen. Die meisten Interessenten kommen weder mit 18 Jahren vor der Uni noch mit 23 gleich nach der Uni zu mir. Wer für sich entdeckt, dass ein Kreativberuf genau das Richtige für ihn ist, der will sofort umsatteln. Beim Multistyle-System, das weit mehr als ein durchschnittlicher Stylist-Workshop ist, geht es zielgerichtet um die Vorbereitung auf einen raschen Berufstart, egal ob man an einen erlernten Beruf anknüpft oder etwas Neues startet.

Das Ziel eines Franchisers ist klar: Ich gründe nun ein Unternehmen, werde freiberuflich tätig sein und will mit meinem Wissen Geld verdienen. So schnell wie möglich, aber kompetent, professionell und authentisch. Das Credo ist:"Ich mache das, weil ich bei den Kunden als Berater Erfolg haben will! Weil es mir Spaß macht, Leute zu beraten, und weil es mir ein gutes Gefühl gibt, wenn ich das Aussehen und das Selbstwertgefühl von Menschen verbessern kann."

Frage: Wie lange muss man lernen, um als Franchiser zu starten? Gibt es dazu Erfahrungswerte oder Vorschriften? Und was mache ich als frischgebackene/r Stylist/in, wenn ich mich nach dem Start unsicher fühle? Kreativität und unternehmerisches Talent sind doch zweierlei.

-         Da es keine Einheitsmenschen gibt, besprechen wir immer persönlich, was ein Franchisenehmer braucht, um am besten für seinen Berufsstart vorbereitet zu sein. Ansonsten ist das System hier auf der Homepage beschrieben: Das Wissen wird im Modulsystem vermittelt und umfasst die wichtigsten Fächer aus der Modewelt – dieser Teil ist wie ein Multistyle Workshop –, dann kommt Beraterpraxis mit Fallübungen hinzu. Mir liegt sehr viel an der persönlichen Betreuung. Darum ist es für mich typisch, dass ich meine Studenten und Franchiser mit Anregungen und Unterlagen „bombardiere”, wenn ich auf irgendeinem Gebiet bei ihnen Unsicherheit spüre. Wir besprechen bei ei Bedarf ganz offen, was bei den Teilnehmern nicht sofort gut klappt. Grob gesag ist der dritte Teil dieses Systems also Unternehmerpraxis, angefangen bei juristischen und finanziellen Fragen bis hin zum Marketing. Auch da bieten wir bei unseren Partnern ein langfristiges Coaching an. Es geht auch hier nicht nur um Theorie, sondern auch um Tricks und Tipps. Es gibt eine Art Abschlussprüfung, aber nur um Feedback zu geben. Wer möchte, kann sich beispielsweise einem neuen Kurs anschließen und bestimmte Themen vertiefen. Wie und wann ein jeder startet, kann er/sie selbst entscheiden. Wir nehmen jeden so langen an die Hand, wie es sein muss. Denn selbstsicher auftreten und überzeugend kommunizieren, das kann nicht jeder von Anfang an. Aber man entwickelt sich ja weiter. Auch nach dem Berufsstart stehen wir mit maßgeschneiderten persönlichen Coachings, speziellen Online-Übungen und mit bedarfsgerecht zugeschnittenen Unterlagen zur Verfügung. Das Wort Bedarf ist dabei wichtig. Jeder packt es anders an, und wir als Franchisegeber passen uns an! Multistyle-Franchise ist kein steifes System. Das würde doch zu keinem kreativen Beruf passen, oder?

Frage: Der Inhalt des Multistyle-Systems ist sehr interessant und es scheint so, dass man richtig viel lernen kann. Aber wozu reicht dieses Wissen? Kann man damit ab morgen als Personal Stylist starten?

-         Oh ja, das kann man! Diese Frage stellt mir übrigens seit 20 Jahren jeder Student und jeder Absolvent. Und manche denken: Ach, man kann doch mit jeder Idee irgendwie loslegen! Hauptsache, die Kunden beißen an! Ich empfehle, authentisch zu bleiben und sich beim Start nicht zu überschätzen. Sprich, sich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln und nicht mehr vorzugeben als man wirklich ist.Wer als Personal Stylist startet, ist gut beraten, zuerst einmal Freunde und Familie zu beraten, eine hübsche Homepage zu gestalten, Trends zu recherchieren, auf Veranstaltungen zu gehen, mit anderen zu braintormen und zu networen. Dabei lernt man bereits viel und bekommt Selbstsicherheit.

Hinzu kommt: Jeder Mensch ist anders. Es gibt sprudelnd kreative Menschen, die von Finanzen keine Ahnung haben und am liebsten gratis beraten würden. Und umgekehrt gibt es Unternehmertypen, die ihr Geschäft vom ersten Tag an super vermarkten können, sich aber mit der Farbanalyse schwer tun. Jeder ist verschieden und „reift” in einem anderen Rhytmus zum Personal Stylisten heran. Darum: Viel lesen, analysieren, Mode konsumieren und sich mit positiven und negativen Beispielen bewusst auseinandersetzen und davon lernen. Es ist noch kein Starstylist vom Himmel gefallen!

Um noch mal auf die Frage zurückzukommen: Das in unserem Franchisekurs zusammengestellte Wissen ist für den Berufsstart mehr als genügend. Es ist so, dass wir das Fachwissen, das man in mehreren Jahren an Bildungsstätten erlangt, in einer kürzeren Ausbildung kumuliert haben, ohne dass dabei wichtige Themen fehlen. Da wir sowohl das Wissen für den Beraterberuf als auch das Wissen für die Unternehmerpraxis anbieten, ist der Franchisenehmer vom Start weg gewappnet für seine Selbstständigkeit. Die Antwort ist also: Ja, man kann gleich loslegen! Aber: Wie in jedem Beruf, so wird auch hier das erlangte Wissen erst in Kombination mit Praxiserfahrung zur soliden Existenzbasis. Das ist aber überall so. Niemand ist direkt nach dem Studium ein Experte. Kein Medizin-Absolvent und kein frischgebackener Anwalt ist zum Start so gut wie nach fünf, zehn oder 20 Berufsjahren. Ob und wann man finanziellen Erfolg hat, das hängt mit Vielem zusammen. Man muss sich in den Beruf einlernen, wissen, wie man wichtige Mode-Informationen rüberbringt, wie eine Vertrauensbasis geschaffen wird, wie man die Kundentypen behandelt. Man kann nicht erwarten, dass man am zweiten Tag beliebt, gefragt und berühmt ist… und die Kasse klingelt. Unsicherheiten als Stylist oder als Berater sind normal. Aber hier stehen wir unterstützend zur Seite.

Frage: Angenommen, ich möchte mich auf eigene Faust auf dem Markt positionieren und mit hier im Franchisesystem nur das Fachwissen holen und ein paar Tricks abgucken. Oder ich habe schon eine Firma und möchte nicht unter dem Namen Multistyle arbeiten. Wie frei bin ich? Werde ich per Franchisevertrag zu vorgeschriebenen Marketingmaßnahmen, regelmäßigen Meetings oder detaillierten Feedbacks gezwungen? Man kennt so was von woanders…

-         Für Personen, die nur und ausschließlich spezielle Stylist-Themen lernen möchten, stehen bei Multistyle eine ganze Reihe von Workshops zur Verfügung. Sie haben nichts mit Franchise zu tun. Es gibt eine Reihe von Themen, die man wählen und sogar individuell kombinieren kann. Businessmanieren, Dress Code, Stoffkunde und Farbberatung sind unsere Schlagerkurse. Ein Thema dauert zwei bis vier Stunden, je nach Theorie-Praxis-Verhältnis. Vor allem Modefirmen buchen bei uns z.B. Trainings zum Führen des Verkaufsgesprächs. Wir vermitteln 100 Prozent Wissen. Preise und Themen senden wir gerne zu.

Beim Multistyle-System als Franchise geht es dagegen um die Know-how-Übergabe für einen Beruf. Und zwar den des Personal Stylists. Mit unserer 30-jährigen Erfahrung im Beruf und mit dem 20-jährigen Wissen zu erfolgreichen Trainings in dieser Branche, haben wir ein funktionierendes System entwickelt, das urheberrechtlich geschützt ist. Deshalb unterschreiben wir einen verbindlichen Vertrag. Unsere Regeln zur Zusammenarbeit und zur Franchise sind genau beschrieben, aber ziemlich frei gestaltet. Der Grundgedanke lautet: Alles können, nichts müssen. Einige Unterlagen und Coachings sind in der Franchisegebühr inbegriffen, einige werden als Möglichkeit angeboten. Sie wählen und bestellen wie von einer Menükarte, was Sie möchten. Sie möchten das Layout für die Home-Page sowie Artikel und frei verfügbare Bilder? Ja? Super! Möchten Sie unser Logo und unsere Beratungsunterlagen benutzen? Nein, denn Sie haben schon so etwas? Auch super! Sie möchte weitere Live-Übungen? Online-Einsendeaufgaben? Präsentationen? Neue Marketingideen? Newsletter? Quartalschulungen? Einige Vorlesungen noch einmal anhören? Zur persönlichen Besprechung vorbeikommen? Wählen Sie! Wir sind mit Ideen für Sie da!